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Abgesagt wegen COVID-19

Nach langen Überlegungen haben wir uns leider dazu entschließen müssen das ARENA-Festival 2020, aufgrund der momentanen Situation, abzusagen. Es ist unvorhersehbar, wie sich die Lage in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt, jedoch wird das ARENA-Team von zuhause aus weiterarbeiten, um das 30-jährige Jubiläum auf eine andere Art und Weise stattfinden zu lassen.
Natürlich halten wir euch auf dem Laufenden und sind weiterhin, wie gewohnt, via Facebook, Instagram oder per E-Mail erreichbar.
2021 wird es dann wieder mit frischem Wind und geschonten Kräften mit einem neuen Festivaljahr weitergehen, um wieder internationales Theater nach Erlangen zu bringen.
Wir danken für euer Verständnis und wünschen euch viel Gesundheit und Geduld für die kommende Zeit!

No Drama? Geht es hier etwa nicht um Theater?

ARENA wird 30.
Drei Dekaden wurde Künstler:innengruppen an wechselnden Spielstätten die Möglichkeit geboten, frei, expressiv und ohne Einschränkungen einer dramaturgischen Etikette ihre Beiträge zu dem Festival zu leisten.
30 Jahre lang stand Arena für: NO DRAMA_. Unser diesjähriges Motto ist auf verschiedenen Ebenen zu verstehen. Während sich Konflikte in allen Aspekten der Alltagswelt kontinuierlich zuspitzen, gibt es kaum eine Entwicklung mehr, die man nicht als dramatisch bezeichnen würde. „No Drama“, so scheint es, sagt nur jemand, der mit verschlossenen Augen durch das Leben geht. Aber im Theater hat wohl jeder gerne die Augen offen, schon gar wenn die Bühnenkunst sich rebellisch gegen alte Strukturen auflehnt, im Sinne der Postmoderne vollkommen neue Dinge ausprobiert und den Zuschauenden zum Nachdenken anregt.
Seit jeher strömt das Publikum in die Spielhäuser, um sich inneren und äußeren Konflikten zu stellen und sich den Grenzen des eigenen Denkens und der eigenen Wahrnehmung bewusst zu werden. Klassische Dramaturg:innen verstanden es schon immer, die Zuschauenden zu konfrontieren, wachzurütteln und reinzuwaschen. Nunmehr dreißig Jahre lang verfolgen wir nun die gleichen Ziele, aber versuchen uns hierbei von ihren Regeln und Richtlinien zu lösen.
Konnten wir das überhaupt, oder waren auch wir selbst wie der typische Held eines griechischen Dramas unserer Hybris erlegen? So oder so wagen wir, Arena der jungen Künste 2020, es ein weiteres Mal den diesjährigen Künstler:innengruppen die Möglichkeit zu bieten, den Rahmen der dramaturgischen Zwänge zu sprengen. So wird es wohl jeder Inszenierung selbst vorbehalten bleiben, wie sie unser Motto auf der Bühne umsetzt. Hinter „No Drama“ steht unheilvoll ein Platzhalter für einen Addressaten, ein Thema, ein Lebensgefühl, eine Botschaft, ein Lieblingsessen. Von dem simplen und unbedarften „No Drama Llama“ über das familiäre „No Drama Mama“ bis hin zum polarisierenden „No Drama Obama“ bleibt somit genug kreativer Freiraum, um den Konflikt zu beschwören oder ihn bewusst auszusparen.